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Vorbereitung · Ködergel · Schaben

Ködergel gegen Schaben: Sie können in der Wohnung bleiben.

Beim Ködergel wird nichts versprüht. Wir setzen kleine Tupfer dorthin, wo die Tiere laufen und fressen — und Sie können während und nach der Behandlung ganz normal in Ihrer Wohnung bleiben. Hier steht, was Sie vorher tun, wie das Mittel arbeitet und warum die Schaben mit Absicht nicht sofort sterben.

Kurz und ehrlich

Die vier Fragen, die immer kommen.

Was ist das für ein Mittel?

Advion Schaben Gel — ein Fraßköder mit dem Wirkstoff Indoxacarb (1,28 %), in Deutschland zugelassen unter der Nummer DE-2011-MA-18-00001. Anwendung nur durch berufsmäßige Verwender; frei verkäuflich ist das Mittel nicht.

Muss ich aus der Wohnung?

Nein. Es wird nichts versprüht und nichts verdunstet — das Gel wird als kleine Tupfer punktgenau gesetzt. Sie können während und nach der Behandlung in der Wohnung bleiben, und gelüftet werden muss auch nicht.

Ist das gefährlich für Kinder und Tiere?

Das Gel darf ausschließlich an Stellen gesetzt werden, an die Säuglinge, Kinder, Haustiere und andere Tiere nicht herankommen — das ist eine Auflage der Zulassung, keine Kulanz. Wo das nicht sicher geht, kommt der Köder in eine geschlossene Köderstation.

Wie lange hält die Wirkung?

bis zu drei Monate. Wir kontrollieren die Köder alle ein bis zwei Wochen und legen nach, wenn sie angenommen wurden.

Vor unserem Termin

Was Sie vorbereiten.

Über den Erfolg entscheidet nicht nur das Mittel, sondern der Zugang zu den Verstecken. Was Sie hier abarbeiten, müssen wir vor Ort nicht improvisieren.

  • Küche putzen — hier ausnahmsweise vorher gründlich

    Fett hinter dem Herd, Krümel unter der Spüle, Reste im Tierfutternapf: Alles, was sonst noch zu fressen ist, macht unserem Köder Konkurrenz. Je sauberer der Bereich, desto sicherer gehen die Tiere an das Gel.

  • Geräte ein Stück vorziehen

    Kühlschrank, Herd, Spülmaschine, Mikrowelle: Schaben sitzen an den warmen Motoren dahinter, und genau dort setzen wir die Tupfer. Wenn wir herankommen, erreichen wir den Kern des Befalls statt nur die Ausläufer.

  • Sagen Sie den Nachbarn Bescheid

    Im Mehrfamilienhaus wandern Schaben durch Leitungs- und Lüftungsschächte. Eine einzeln behandelte Wohnung ist oft nur eine Pause — bitte informieren Sie Hausverwaltung oder Vermieter, damit wir das Haus als Ganzes ansehen können.

  • Gründlich sauber machen und Essbares wegräumen

    Krümel, Fettreste und offene Lebensmittel sind die Konkurrenz unseres Köders. Die Zulassung schreibt deshalb ausdrücklich vor, vor der Behandlung alle Nahrung aus dem befallenen Bereich zu entfernen — je weniger es sonst zu fressen gibt, desto besser wird das Gel angenommen.

  • Sagen Sie uns, wo Kinder und Tiere hinkommen

    Wir müssen die Tupfer so setzen, dass niemand versehentlich hinfasst. Ihre Hinweise — welches Kind wo hochklettert, wo die Katze schläft — bestimmen mit, wohin der Köder darf und wo eine geschlossene Köderstation nötig ist.

  • Zugang zu den Verstecken schaffen

    Wir arbeiten in Ritzen und Spalten, hinter und unter Möbeln und Geräten. Bitte rücken Sie ab, was sich leicht abrücken lässt, und räumen Sie den Boden an den Wänden frei.

Am Tag der Behandlung

Was wir tun.

  1. Wir setzen Tupfer, keine Fläche

    Das Gel kommt punktgenau aus der Kartusche: 0,2 bis 0,5 g je m² — mindestens zwei Ködertupfer. Bei starkem Befall oder wenn Orientalische und Amerikanische Schaben vorherrschen, werden es bis zu fünf Punkte je Quadratmeter. Gesetzt wird in Ritzen und Spalten, hinter und unter Geräten, an Scharnieren und Schrankkanten.

  2. In Küche und Lager nur verdeckt

    Wo Lebensmittel zubereitet oder gelagert werden, darf der Köder ausschließlich in Ritzen und Spalten oder in geschlossenen Köderstationen sitzen — das schreibt die Zulassung so vor. In oder um Abflüsse wird nicht gearbeitet, und in die pralle Sonne oder an die Heizung kommt das Gel auch nicht.

  3. Kontrolle nach ein bis zwei Wochen

    Wir sehen nach, wie viel Köder verzehrt wurde — das ist zugleich die ehrlichste Erfolgsmessung, die es gibt. Angenommener Köder wird ergänzt, unberührter wird umgesetzt.

  4. Manchmal kommt eine Sprühbehandlung dazu

    Bei starkem Befall arbeiten wir zusätzlich mit einer Sprühbehandlung in den Verstecken — an anderen Stellen als das Gel, damit sich die Verfahren nicht entwerten. Das ist eine eigene Anwendung mit eigenem Mittel, und dafür bekommen Sie ein eigenes Merkblatt mit anderen Regeln.

Wie das Mittel arbeitet

Warum die Schaben nicht sofort sterben.

Sie können in der Wohnung bleiben

Kein Sprühnebel, kein Ausdampfen, keine Wartezeit, kein Lüften. Der Alltag läuft weiter — das ist der eigentliche Vorteil dieses Verfahrens gegenüber einer Sprühbehandlung.

Der Köder wirkt mit Absicht langsam

Indoxacarb wirkt verzögert und vertreibt die Tiere nicht. Sie fressen, kehren in ihr Versteck zurück und tragen die Wirkung dorthin, wo wir nie hinkommen. Nach der Aufnahme sterben sie innerhalb von 24 bis 60 Stunden. Ein Mittel, das sofort tötet, würde das Nest nie erreichen.

Deshalb sehen Sie in den ersten Tagen noch Tiere

Das ist kein Zeichen, dass es nicht wirkt — das ist der Weg, wie es wirkt. Melden Sie sich trotzdem, wenn sich nach zwei Wochen nichts getan hat.

Bitte nichts selbst dazusprühen

Mittel aus dem Handel vertreiben die Tiere vom Köder und machen ihn wertlos. Wer nachsprüht, kauft sich eine neue Behandlung. Wenn Sie schon etwas benutzt haben: sagen Sie es uns, das ist kein Vorwurf, wir müssen es nur wissen.

Kein Auszug, kein Lüften, keine Wartezeit. Das Gel wird punktweise gesetzt und verdunstet nicht — die Fragen nach Stunden und Fenstern stellen sich hier gar nicht. Worauf es stattdessen ankommt: die Ködertupfer nicht wegwischen, nichts selbst dazusprühen und uns zur Kontrolle wieder hereinlassen.

Nach der Behandlung

Was normal ist — und was Sie lassen sollten.

  • Die Ködertupfer bitte stehen lassen

    Nicht wegwischen, nicht überstreichen, keinen Reiniger darübergeben. Wir setzen sie bewusst an Stellen, die nicht nass gereinigt werden — putzen Sie ruhig normal weiter, nur eben nicht über die Tupfer.

  • Tote Tiere in den ersten Tagen sind ein gutes Zeichen

    Sie werden Tiere finden, auch an Stellen, an denen vorher keine zu sehen waren. Das gehört dazu: Der Köder wirkt über die Tiere selbst und braucht dafür ein paar Tage.

  • Wir kommen zur Kontrolle

    Alle ein bis zwei Wochen sehen wir nach, ob der Köder angenommen wurde, und legen bei Bedarf nach. Erst wenn nichts mehr nachkommt, ist der Fall zu.

Das eingesetzte Mittel

Advion Schaben Gel, offengelegt.

Sie haben ein Recht darauf zu wissen, was bei Ihnen zuhause versprüht wird. Hier stehen die Angaben, die auch auf dem Zulassungsetikett stehen — nichts davon ist Werbetext.

Produkt
Advion Schaben Gel
Zulassung
BAuA-Registriernummer DE-2011-MA-18-00001 · Produktart 18 — Insektizid
Wirkstoffe
Indoxacarb 1,28 % (Oxadiazin, IRAC-Gruppe 22A)
Abgabe
ausschließlich an berufsmäßige Verwender — nicht frei verkäuflich
Restwirkung
bis zu drei Monate auf den behandelten Flächen
Menge
0,2 bis 0,5 g je m² — mindestens zwei Ködertupfer
Hersteller
Syngenta Agro GmbH

Häufige Fragen zur Behandlung

Alles, was Sie sonst am Telefon fragen.

Müssen die Nachbarn wirklich mitmachen?

Im Mehrfamilienhaus meistens ja. Schaben nutzen Leitungs- und Lüftungsschächte als Autobahn; wird nur eine Wohnung behandelt, weichen sie aus und kommen zurück. Wir sagen Ihnen ehrlich, wenn eine Einzelbehandlung aus unserer Sicht nur eine Pause kauft.

Wie gut wirkt das?

Der Köder vertreibt nicht, sondern wird gefressen — das ist der entscheidende Unterschied zu einem Spray. Die Tiere tragen die Wirkung selbst ins Versteck. Wie gut es bei Ihnen läuft, sehen wir am Verzehr bei der Kontrolle; ohne diesen Kontrolltermin behauptet jeder Erfolg nur etwas.

Wir sind ein Gastronomie- oder Lebensmittelbetrieb — geht das im laufenden Betrieb?

Beim Ködergel deutlich einfacher als beim Sprühen: Es wird nichts vernebelt, und der Köder sitzt in Ritzen und Spalten oder in geschlossenen Stationen. Trotzdem darf er nie mit Lebensmitteln, Küchenutensilien oder Zubereitungsflächen in Berührung kommen. Wir dokumentieren die Maßnahme prüfungssicher für Ihre HACCP-Unterlagen.

Womit genau behandeln Sie?

Mit Advion Schaben Gel, einem gebrauchsfertigen Fraßköder mit dem Wirkstoff Indoxacarb (1,28 %). Zugelassen in Deutschland unter der Nummer DE-2011-MA-18-00001 (Produktart 18 — Insektizid), Zulassungsinhaber ist die Syngenta Agro GmbH. Die Anwendung ist auf berufsmäßige Verwender beschränkt.

Muss ich die Wohnung verlassen?

Nein. Bei einer reinen Ködergel-Behandlung wird nichts versprüht und nichts verdunstet. Es gibt keine Wartezeit, kein Pflichtlüften und keinen Grund, das Haus zu verlassen. Bekommen Sie zusätzlich eine Sprühbehandlung, gilt dafür ein eigenes Merkblatt mit anderen Regeln.

Ist das schädlich für Menschen?

Das Gel trägt kein Gefahrenpiktogramm und kein Signalwort. Die einzige Gefahreneinstufung im Sicherheitsdatenblatt betrifft Gewässer: schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. Es enthält Indoxacarb und kann allergische Reaktionen hervorrufen — deshalb bitte nicht anfassen. Wir arbeiten trotzdem mit Schutzausrüstung, weil wir es täglich in der Hand haben und Sie nicht.

Und für Kinder und Haustiere?

Der Köder darf nach der Zulassung nur an Stellen gesetzt werden, die für Säuglinge, Kinder, Haustiere und andere Tiere unzugänglich sind — sonst kommt er in eine geschlossene Köderstation. Fällt Ihnen trotzdem ein Tupfer auf, an den jemand herankommt, rufen Sie uns an: Dann setzen wir ihn um. Hat ein Kind oder Tier davon gefressen, Mund ausspülen, kein Erbrechen herbeiführen und beim Giftinformationszentrum Mainz anrufen: 06131 19240.

Wie lange wirkt das Gel?

bis zu drei Monate. Wir kontrollieren die Köder alle sieben bis vierzehn Tage und legen nach, wenn sie angenommen wurden — deshalb gehört zu dieser Behandlung mindestens ein Kontrolltermin dazu.

Warum sterben die Tiere nicht sofort?

Weil sie es sonst nicht mehr ins Nest schaffen würden. Der Wirkstoff wirkt bewusst verzögert und vertreibt nicht: Die Tiere fressen, laufen zurück in ihr Versteck und tragen die Wirkung zu den Artgenossen. Nach der Aufnahme dauert es 24 bis 60 Stunden. Genau diese Verzögerung ist der Grund, warum ein Köder dort ankommt, wo kein Sprühstrahl hinkommt.

Darf ich normal putzen?

Ja. Nur über die Ködertupfer bitte nicht — weder feucht wischen noch mit Reiniger drübergehen. Wir setzen sie deshalb von vornherein dorthin, wo normalerweise nicht nass gereinigt wird.

Kommt das Gel auch in die Küche?

In Bereichen, in denen Lebensmittel zubereitet oder gelagert werden, darf der Köder ausschließlich in Ritzen und Spalten oder in geschlossenen Köderstationen gesetzt werden — nie offen auf Arbeitsflächen, nie dort, wo er mit Lebensmitteln oder Küchenutensilien in Berührung kommen kann. In oder um Abflüsse wird grundsätzlich nicht gearbeitet.

Riecht oder fleckt das?

Das Gel ist braun und riecht nur leicht. Es wird punktweise gesetzt, nicht flächig aufgetragen — und da nichts vernebelt wird, gibt es auch keinen Sprühfilm auf Möbeln und Böden.

Jemand hat das Gel angefasst — was tun?

Hände mit Wasser und Seife waschen. In die Augen geraten: sofort mit viel Wasser spülen, mindestens zehn Minuten, Kontaktlinsen vorher heraus; bei Reizung zum Arzt. Verschluckt: Mund ausspülen, kein Erbrechen herbeiführen, Giftinformationszentrum Mainz 06131 19240 anrufen und die Verpackung bereithalten. Im Notfall immer zuerst die 112.

Unsicher?

Lieber einmal zu viel fragen als einmal zu wenig. Wenn in Ihrem Haushalt jemand Asthma hat, allergisch oder schwanger ist, ein Säugling da ist oder Tiere bleiben müssen — rufen Sie an, bevor wir kommen. Wir stimmen den Ablauf darauf ab.

Bei Vergiftungsfragen rund um die Uhr: Giftinformationszentrum Mainz 06131 19240. Im Notfall immer zuerst die 112.

Alles zu Schaben

Weitere Merkblätter

Bekommen Sie mehr als eine Behandlung?

Jede Anwendung hat ihre eigenen Regeln — beim Sprühen gilt eine Wartezeit, beim Ködergel nicht. Deshalb gibt es je Behandlung ein eigenes Blatt.

Manuel Bobik, Geschäftsführung

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