Vorbereitung · Sprühbehandlung · Bettwanzen
Ihre Sprühbehandlung: alles, was Sie vorher wissen sollten.
Vor einer Sprühbehandlung gegen Bettwanzen kommen immer dieselben Fragen. Hier stehen die Antworten: was Sie vorbereiten, womit wir arbeiten, warum Sie für einige Stunden aus der Wohnung sollten — und wann Sie wieder ganz normal darin wohnen. Ohne Fachchinesisch, aber auch ohne Beschönigung.
Kurz und ehrlich
Die vier Fragen, die immer kommen.
Was ist das für ein Mittel?
Tathrin Next — ein in Deutschland zugelassenes Insektizid (BAuA-Reg.-Nr. N-109536) mit drei Wirkstoffen. Es ist ausdrücklich auf berufsmäßige Verwender beschränkt: Im Baumarkt gibt es das nicht.
Wie lange muss ich raus?
Während der Behandlung und danach 4 bis 8 Stunden. Wie lange genau, hängt an der behandelten Fläche, der Raumtemperatur und daran, wie gut gelüftet werden kann. Das ist unsere Hausregel; die Zulassung sagt „bis die Oberflächen trocken sind" und verlangt danach sehr ausgiebiges Lüften.
Ist das gefährlich für Kinder und Tiere?
Solange die behandelten Flächen feucht sind: ja, Kinder und Tiere gehören dann nicht in die Wohnung. Sobald alles trocken ist und gründlich gelüftet wurde, ist der normale Alltag wieder möglich.
Wie lange hält die Wirkung?
Auf den behandelten Flächen bleibt eine Wirkung von bis zu vier Wochen. Genau die erwischt auch die Tiere, die erst in den Tagen danach schlüpfen — deshalb dort nicht nass wischen.
Vor unserem Termin
Was Sie vorbereiten.
Über den Erfolg entscheidet nicht nur das Mittel, sondern der Zugang zu den Verstecken. Was Sie hier abarbeiten, müssen wir vor Ort nicht improvisieren.
Bettwäsche und Textilien waschen — nicht einfach wegtragen
Bettwäsche, Kleidung und Textilien aus dem Raum bei 60 °C waschen oder für drei Tage bei −18 °C einfrieren. Wichtig: alles in geschlossenen Säcken durch die Wohnung tragen, sonst verteilen Sie die Tiere auf dem Weg.
Nichts entsorgen, nichts aus der Wohnung schaffen
Matratze, Bettgestell und Möbel bleiben, wo sie sind. Wer sie voreilig durchs Treppenhaus trägt, verteilt den Befall im ganzen Haus — und die Nachbarn haben ihn danach auch.
Zugang schaffen
Wir behandeln Ritzen, Spalten, Sockelleisten und das Umfeld der Betten. Rücken Sie Möbel eine Handbreit von der Wand ab und räumen Sie den Boden an den Wänden frei. Je besser wir herankommen, desto weniger Verstecke bleiben übrig.
Lebensmittel, Geschirr und Kinderkram wegräumen
Alles, was mit Essen oder mit dem Mund zu tun hat, kommt in geschlossene Schränke oder aus dem Raum: Lebensmittel, Geschirr, Zahnbürsten, Schnuller, Kuscheltiere, Spielzeug.
Bitte vorher nicht selbst sprühen
Mittel aus dem Handel treiben die Tiere tiefer in Wände und Nachbarräume. Danach ist die Bekämpfung aufwendiger und teurer. Wenn Sie schon etwas benutzt haben: sagen Sie es uns, das ist kein Vorwurf, wir müssen es nur wissen.
Aquarium und Terrarium abdecken, Pumpe aus
Das Mittel ist sehr giftig für Wasserorganismen. Becken vollständig abdecken und die Luftpumpe für die Dauer der Behandlung und des Lüftens abschalten. Vögel und Kleintiere gehören für diesen Tag ganz aus der Wohnung.
Haustiere unterbringen
Hunde und Katzen dürfen erst zurück, wenn alles trocken ist. Näpfe, Decken, Körbchen und Katzentoilette bitte vorher rausräumen — nicht, dass wir sie mitbehandeln.
Sagen Sie uns, was empfindlich ist
Antike oder wertvolle Oberflächen, empfindliche Stoffe, frisch gekalkte Wände: Bitte vorher ansprechen. Wir prüfen solche Stellen vorab an einem unauffälligen Punkt, damit keine Ränder entstehen — oder lassen sie aus.
Am Tag der Behandlung
Was wir tun.
Wir setzen die Lösung frisch an
Das Konzentrat wird direkt vor Ort mit Wasser verdünnt — 1 % auf glatten, 2 % auf saugenden Oberflächen. Angesetzt wird nur so viel, wie gebraucht wird; Reste bleiben nicht zurück.
Wir behandeln die Verstecke, nicht die Fläche
Gearbeitet wird dort, wo die Tiere sitzen: um Betten und Möbel, in Ritzen und Spalten, unter losen Tapeten- und Teppichkanten, an Türen, Rahmen, Gesimsen, Sockelleisten und Schränken. Es wird nicht in die Luft gesprüht und nichts großflächig „eingenebelt".
Deshalb fragen wir nach Quadratmetern
1 Liter Sprühlösung auf etwa 20 m² — daran hängt die Menge, die Dauer und damit auch der Preis. Wenn Ihre Angabe grob daneben liegt, sagen wir Ihnen das vor Ort und nicht erst auf der Rechnung.
In der Regel ein Termin
Vorgesehen ist eine Anwendung; nachbehandelt wird nur, wenn es der Befund verlangt. Ob das nötig ist, entscheidet die Nachkontrolle — nicht das Bauchgefühl.
Der unangenehme Teil
Warum Sie für ein paar Stunden raus sollten.
Die Lösung dampft aus, solange sie feucht ist
Wir bringen eine wässrige Sprühlösung aus. Solange sie auf den Oberflächen steht, ist in der Raumluft mehr davon als später. Das ist der eigentliche Grund für die Wartezeit — nicht der Wirkstoff auf der Sockelleiste.
Was Sie sonst merken würden
Kratzen im Hals, Hustenreiz, Kopfschmerzen. Das ist keine Panikmache: Cypermethrin, einer der drei Wirkstoffe, trägt im Sicherheitsdatenblatt genau diesen Hinweis — „kann die Atemwege reizen".
Allergiker, Asthmatiker, Kinder zuerst
Das Etikett nennt sie ausdrücklich als besonders empfindlich. Wenn jemand im Haushalt Asthma hat, allergisch oder schwanger ist oder ein Säugling da ist: sagen Sie uns das vorher. Dann stimmen wir Zeitpunkt und Wartezeit darauf ab.
Nichts anfassen, was noch feucht ist
Hautkontakt mit dem noch feuchten Belag kann kribbeln, brennen oder taub machen. Das kann bis zu 24 Stunden anhalten und geht ohne Folgen wieder weg — unangenehm ist es trotzdem. Deshalb: erst zurück, wenn alles trocken ist.
Nach der Behandlung
Was normal ist — und was Sie lassen sollten.
Tote Wanzen sind ein gutes Zeichen
Sie werden in den nächsten Tagen tote Tiere finden — auch an Stellen, an denen vorher keine zu sehen waren. Kurzfristig kann die Aktivität sogar zunehmen, weil die Tiere aus ihren Verstecken kommen. Beides gehört dazu.
Wäsche erst zurück, wenn sie durch ist
Die gewaschene oder eingefrorene Wäsche kommt erst zurück ins Bett, wenn die Behandlung abgeschlossen ist. Sonst tragen Sie den Befall wieder hinein, den wir gerade herausgeholt haben.
Erst lüften, dann einziehen
Beim Zurückkommen zuerst alle Fenster auf und kräftig durchlüften. Das Etikett verlangt ausdrücklich „sehr ausgiebiges und langes" Lüften nach der Behandlung — das ist kein Kann.
Behandelte Stellen nicht nass wischen
An Sockelleisten, Ritzen und Kanten sitzt die Wirkung für bis zu vier Wochen. Wer dort feucht durchwischt, nimmt sie weg — und die Tiere, die erst später schlüpfen, überleben. Normal saugen und wischen: ja, aber nicht die behandelten Kanten.
Die Nachkontrolle entscheidet
Erst wenn bei der Kontrolle keine neuen Spuren mehr auftreten, gilt der Befall als beendet. Melden Sie sich sofort, wenn Sie vorher etwas sehen — dann kommen wir früher.
Das eingesetzte Mittel
Tathrin Next, offengelegt.
Sie haben ein Recht darauf zu wissen, was bei Ihnen zuhause versprüht wird. Hier stehen die Angaben, die auch auf dem Zulassungsetikett stehen — nichts davon ist Werbetext.
- Produkt
- Tathrin Next
- Zulassung
- BAuA-Registriernummer N-109536 · Produktart 18 — Insektizid
- Wirkstoffe
- Cypermethrin 50 g/kg (Pyrethroid) · Imidacloprid 20 g/kg (Neonicotinoid) · Prallethrin 0,5 g/kg (Pyrethroid)
- Abgabe
- ausschließlich an berufsmäßige Verwender — nicht frei verkäuflich
- Restwirkung
- bis zu vier Wochen auf den behandelten Flächen
- Menge
- 1 Liter Sprühlösung auf etwa 20 m²
- Hersteller
- Syngenta Agro GmbH
Häufige Fragen zur Behandlung
Alles, was Sie sonst am Telefon fragen.
Wie gut wirkt das?
Die Kombination aus drei Wirkstoffen ist genau deshalb gewählt: Sie wirkt auch auf Insektenstämme, die gegen reine Pyrethroid-Mittel bereits unempfindlich geworden sind; das Zulassungsetikett hebt dabei ausdrücklich die Bettwanzen-Bekämpfung hervor. Über den Erfolg entscheidet trotzdem nicht das Mittel allein, sondern die Vorbereitung, der Zugang zu den Verstecken und die Nachkontrolle.
Muss mehrfach behandelt werden?
Vorgesehen ist eine Anwendung. Ob nachbehandelt wird, entscheidet die Kontrolle nach der Behandlung — und nicht ein festes Paket, das wir Ihnen vorher verkaufen.
Wird auch im Bad und in der Küche gesprüht?
Nur dort, wo Bettwanzen tatsächlich sitzen — das ist selten die Küche. In oder in der Nähe von Abflüssen wird grundsätzlich nicht gearbeitet, und Flächen, auf denen Lebensmittel zubereitet werden, bleiben frei oder werden vorher abgedeckt.
Womit genau behandeln Sie?
Mit Tathrin Next, einem in Deutschland zugelassenen Insektizid (BAuA-Registriernummer N-109536, Produktart 18 — Insektizid). Es enthält drei Wirkstoffe: Cypermethrin (50 g/kg), Imidacloprid (20 g/kg) und Prallethrin (0,5 g/kg). Die Anwendung ist auf berufsmäßige Verwender beschränkt — frei verkäuflich ist das Mittel nicht.
Ist das schädlich für Menschen?
Es ist ein Insektizid, kein harmloses Hausmittel — deshalb arbeiten wir mit Schutzausrüstung und deshalb sollen Sie währenddessen nicht in der Wohnung sein. Beim Ausbringen kann das Mittel die Atemwege reizen und die Augen schädigen; auf der Haut kann es vorübergehend kribbeln oder brennen. Sobald die Flächen trocken sind und gründlich gelüftet wurde, sind die Räume wieder normal nutzbar.
Und für Kinder?
Kinder gelten laut Etikett als besonders empfindlich und gehören deshalb erst zurück, wenn alles trocken ist und gelüftet wurde. Räumen Sie vorher weg, was in den Mund wandert: Schnuller, Kuscheltiere, Spielzeug, Zahnbürsten. Wenn ein Säugling im Haushalt lebt oder jemand schwanger ist, sagen Sie uns das vor dem Termin.
Und für Haustiere?
Hunde und Katzen dürfen erst zurück, wenn die Flächen trocken sind; Näpfe, Decken und Katzentoilette gehören vorher aus dem Raum. Für Fische, Amphibien und Reptilien ist das Mittel sehr giftig — Aquarien und Terrarien vollständig abdecken und die Luftpumpe abschalten. Vögel und Kleintiere nehmen Sie für den Tag am besten ganz mit.
Wie lange muss ich aus der Wohnung?
Während der Behandlung und danach 4 bis 8 Stunden — das ist unsere Hausregel, damit Sie den Tag planen können. Wie lange genau, hängt an der behandelten Fläche, der Raumtemperatur und daran, wie gut gelüftet werden kann. Die Zulassung selbst nennt keine Stundenzahl, sondern zwei Bedingungen: Personen, Kinder und Tiere bleiben fern, bis die Oberflächen trocken sind, und danach wird sehr ausgiebig gelüftet. Im Zweifel gilt, was Ihnen der Techniker vor Ort sagt.
Wie lange wirkt das Mittel?
Auf den behandelten Flächen bleibt eine Wirkung von bis zu vier Wochen. Das ist gewollt: Insekteneier schlüpfen zeitversetzt, und die Restwirkung erwischt auch die Tiere, die erst danach unterwegs sind. Deshalb sollten die behandelten Kanten in dieser Zeit nicht feucht gewischt werden.
Geht durch die Behandlung etwas kaputt?
In aller Regel nicht: Die Lösung schäumt nicht und verschmutzt behandelte Oberflächen normalerweise nicht. Bei empfindlichen oder wertvollen Oberflächen prüfen wir vorher an einer unauffälligen Stelle, ob Ränder entstehen. Auf frisch gekalkten Wänden wird nicht gearbeitet. Sagen Sie uns solche Stellen bitte vorher.
Riecht das hinterher?
Ein Eigengeruch ist möglich — das Konzentrat riecht charakteristisch. Er ist einer der Gründe, warum nach der Behandlung ausgiebig gelüftet wird.
Mir geht es nach der Behandlung nicht gut — was tun?
Gehen Sie an die frische Luft und rufen Sie uns an. Bei anhaltenden Beschwerden zum Arzt. Für Vergiftungsfragen ist rund um die Uhr das Giftinformationszentrum Mainz erreichbar: 06131 19240. Im Notfall immer zuerst die 112.
Unsicher?
Lieber einmal zu viel fragen als einmal zu wenig. Wenn in Ihrem Haushalt jemand Asthma hat, allergisch oder schwanger ist, ein Säugling da ist oder Tiere bleiben müssen — rufen Sie an, bevor wir kommen. Wir stimmen den Ablauf darauf ab.
Bei Vergiftungsfragen rund um die Uhr: Giftinformationszentrum Mainz 06131 19240. Im Notfall immer zuerst die 112.
Weitere Merkblätter
Bekommen Sie mehr als eine Behandlung?
Jede Anwendung hat ihre eigenen Regeln — beim Sprühen gilt eine Wartezeit, beim Ködergel nicht. Deshalb gibt es je Behandlung ein eigenes Blatt.

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